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Kosten einer Apart-Einrichtung in der Türkei

In diesem Artikel schildere ich, mit welchen Kosten bei einer Wohnungseinrichtung in der Türkei zu rechnen ist. Ich habe selbst ein kleines Appartent eingerichtet und kenne daher die aktuellen Preise.

Die Preise sind dabei ungefähre Angaben. Je nachdem, ob man Markenprodukte bevorzugt oder nicht, können die Kosten variieren. Gerade wenn die Wohnung nicht selbst bewohnt, sondern möbliert vermietet werden soll, müssen nicht unbedingt die teuersten Möbel gewählt werden.

Die Preise gebe ich in Türkischer Lira an. Der Umrechnungskurs war damals ca. 3,30 TL = 1 Euro.

Kosten einer Wohnungseinrichtung in der Türkei

1. Bett, 2 m x 1,55 m mit orthopädischer Matratze der Marke Yataş: 2.000 TL
2. Kleiderschrank, Spezialanfertigung durch Schreiner: 900 TL
3. 3 Gardinen + Sonnenrollo für zwei Zimmer: 750 TL
4. 1 größerer + 2 kleinere TEppiche: 575 TL
5. 2 Leuchter: Geschenk meiner Oma
6. 2 Bilderrahmen: 140 TL
7. Schuhschrank, Spezialanfertigung durch Schreiner: 300 TL
8. Ein Tisch, dito: 150 TL
9. Ein Couch, Geschenk meiner Eltern
10. Kühlschrank der Marke Bosch: 1.400 TL
11. Waschmaschine der Marke Bosch: 1.300 TL
12. 4er-Herdplatte (Gas) der Marke Bosch: 250 TL
13. Kontaktgrill, Geschenk von Bosch :)
14. Wasserkocher, Geschenk meiner Eltern
15. Balkontisch: 37 TL
16. Duschkabine: 500 TL
17. Schrank um Durchlauferhitzer: 400 TL
18. Fernseher der Marke Phillips: 1.100 TL
19. Staubsauger der Marke Phillips: 300 TL

Die Kosten für Geschirr, Töpfe, Besteck, Wäschekrbe etc habe ich nicht separat notiert. Falls diese nicht irgendwie schon vorhanden sind, kann man hier sicherlich noch einmal 300 – 500 TL hinzurechnen. Hinweis: Küchen- und Schlafutensilien müssen bei einer Vermietung der vollmöblierten Wohnung nicht unbedingt zur Verfügung gestellt werden, da neue Mieter ungern die Sachen anderer benutzen wollen.

Hinweis zum Herd: Da es in der Türkei nicht überall Starkstromanschlüsse gibt, ist es mitunter gar nicht möglich, etwas anderes als einen Gasherd zu kaufen. Dafür ist Gas günstiger im Betrieb als Strom.

Investment – Appartmentbau abgeschlossen

Ende 2014 hatte ich mich dazu bewegen lassen, ein Appartment in der Türkei zu kaufen. Derzeit sind kleine Wohnungen – so genannte Aparts – recht gut gefragt. Vor allem, wenn sie möbliert sind. Sie bringen Mieten wie größere Wohnungen ein, die nicht möbliert und noch nicht an die Gasversorgung angeschlossen sind. Die Rede ist hier von Mieten ab 650 TL pro Monat. Nicht schlecht für 40 qm.

Bevor ich die Investition in Höhe von 80.000 TL (ca. 28.000 €) tätigte, informierte ich mich über den Bauherren und rief auch einen Kollegen in der Türkei an. Ich berichtete ihm, dass er besonders zuverlässig und vertrauenswürdig sei. Seine Antwort damals lautete: „Mag sein, aber die on-time Fertigstellung eines Objekts hängt nicht unbedingt von seiner Zuverlässigkeit ab.“

Gemeint war damit, dass Behörden einem einen Strich durch die Planung machen können. Wie auch immer, der Bauherr versprach die Fertigstellung des Hauses – und damit auch meines Aparts – innerhalb von zwölf Monaten.

Natürlich war dies nicht nur einfaches Versprechen. Lieferumfang, Zeitpunkt, Kosten etc. wurden in einer Vereinbarung festgehalten. Bei Verzögerung des Baus sollte eine Strafe in Höhe von 600 TL pro Monat gezahlt werden.

Tatsächlich verzögerte sich auch die Fertigstellung, so dass die Wohnung nicht Ende Dezember 2015, sondern Ende Februar 2016 fertiggestellt wurde. Der Bauherr war sich seiner Zahlungsschuld von 1.200 TL bewusst und bot an, statt des Geldes Ausbauten in der Wohnung zu machen.

So bot er den Einbau einer Duschkabine für 500 TL und den Aufbau eines Schrankes zur Abdeckung des Gasboilers auf dem Balkon an (400 TL). Unsere Recherchen ergaben, dass wir mit den 500 TL ganz gut wegkommen. Der Schrank um den Boiler herum ist obligatorisch in der Türkei, wenn dieser auf dem Balkon steht. Auch hier hätten wir sicherlich keinen besseren Deal gefunden, so dass wir beiden Arbeiten zustimmten. Übrig blieben noch 300 TL. Da schauen wir noch, ob wir etwas machen lassen oder den Betrag auszahlen lassen.

Was tatsächlich etwas Zeit in Anspruch nimmt, sind die Behördengänge und die Eintragung der Wohnung ins Grundbuch. Für die Versorgung mit Gas, Wasser oder Strom sind verschiedene Maßnahmen nötig. Der Kostenpunkt dieser Maßnahmen liegt bei ca. 1.600 TL.

Im Mai 2016 werde ich hoffentlich die Wohnung auch live vor Ort besichtigen und einrichten können. Bislang habe ich diese nur über Videos gesehen. Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden.

Für (Deutsch-)Türken ist Deutschland ein Auswanderungsland

Dieser Artikel ist ein Auszug aus einem Artikel aus der DTZ, verfasst von Yasin Baş.
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Back To Turkey: Umfangreiches Familienpaket angekündigt

Der Ministerpräsident der Türkei Ahmet Davutoğlu hat am Donnerstag ein umfangreiches Familienförderungspaket angekündigt.

Das in 38 Kapitel aufgeteilte Maßnahmenpaket, soll vor allem berufstätige Frauen entlasten. Sie sollen künftig die Möglichkeit bekommen, nach der Mutterschaftszeit bis zu 6 Monate halbtags ohne Gehaltskürzung zu arbeiten. Vollzeitbeschäftige Mütter sollen zudem, bis zur Einschulung ihrer Kinder, ein gesetzliches Anrecht auf eine 30 Stundenwoche bekommen.
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Ein neues Investment in der Türkei bahnt sich an

Immobilien werden noch immer als die sicherste Altersvorsorge und als sicherstes Investment gesehen. Daher bahnt sich ein neues Investment in der Türkei bei uns an.

Reformen auf dem Immobilienmarkt

In den letzten Jahren hat die Regierung der AKP das Programm „Kentsel dönüşüm“ ins Leben gerufen. Bei großen Erdbeben 1999 in der Marmara-Region sind viele Gebäude wie Kartenhäuser ineinandergefallen und für den Tod zehntausender Menschen gesorgt.

Die Analysen ergaben, dass die Stahlträger der Häuser korridiert waren. Sie konnten praktisch mit den Fingern verbogen werden  Kentsel dönüşüm bewirkt nun, dass instabile Gebäude abgerissen und neu – also erdbebensicher – errichtet werden.

Viele Menschen besitzen jedoch nicht das Geld, ein Mehrfamilienhaus abzureißen und neu zu bauen. Was sie tun ist, die Baugenehmigung einem Bauunternehmen zu übertragen. Dieser zieht dann dort ein komplettes Haus auf. Ein Teil gehört dann dem ehemaligen Eigentümer, ein Teil dem Bauunternehmen.

Der Immobilienmarkt in Uşak

Die Immobilie, die wir uns ausgeguckt haben, befindet sich in Uşak, einer mittelgroßen Stadt mit 188.000 Einwohnern zwischen Izmir und Ankara liegend.

Zu erklären ist es nicht, doch die Immobilienpreise in dieser Stadt sind in den letzten Jahren enorm gestiegen. Gut, die Stadt hat sich extrem weiterentwickelt. Neue Straßen, Brücken, neue Gebäude, eine Uni. Die Stadt besitzt eine recht gute Lage, eine Industrie und Landwirtschaft.

Im letzten Jahr bewegten sich die Preise für 2-3 Zimmerwohnungen bei ca. 200.000 TL, was für so eine Stadt schon recht viel ist. Zum Vergleich: Knapp 1,5 Jahren investierten wir in eine 4-Zimmer-Wohnung und bezahlten lediglich 125.000 TL. Und das in der Metropole Izmir.

Insbesondere möblierte Single-Wohnungen sind derzeit hoch im Rennen. Studenten oder junge Berufstätige packen ihre Koffer und ziehen gleich ein. Zu stressig ist das Beziehen einer leeren Wohnung für eine absehbare Zeit. Und natürlich auch kostspielig.

Die aktuelle Investition

Die Bauunternehmen bauen Häuser, um Apartments darin gleich zu veräußern. Am besten noch vor Baubeginn. So haben sie die entsprechenden liquiden Mittel.

Eines dieser Bauunternehmer ist ein entfernter Verwandter meiner Mutter. Ziemlich zentral will er bis Ende 2015 ein Mehrfamilienhaus errichtet haben.

In eines dieser Single-Apartments mit ca. 40 qm (2 Zimmer, Bad/WC) werden wir wohl investieren. Es befindet sich im ersten Stock und wird über eine Standgasleitung verfügen (durchaus nicht üblich in jeder Wohnung). Außerdem über eine KEinbauküche, Bodenbelag, einen kleinen Balkon.

Die Wohnung ist citynah und nach Süden und Westen offen. Außerdem soll es einen Aufzug in dem vierstöckigen Wohnkomplex geben. Als Kaufpreis sind normal 90.000 TL angesetzt. Als Verwandter hat man dann noch etwas Verhandlungsspielraum: 80.000 TL bzw. ca. 26.000 Euro.

Normal ist, dass man jetzt schon die volle Summe zahlt und nach Bauende seine Schlüssel übergeben bekommt. Hiernach kann man entscheiden, ob man selbst einzieht oder – nach Bauherrangaben – für 700 TL / Monat vermietet.

Dieser Mietzins erscheint mir ein wenig zu hoch für so ein kleines Apartment. Aber auch die 200.000 TL fand ich schon übertrieben. Mal sehen… Alternativ – so erneut der Bauherr – könnte die Wohnung auch gleich für 90-100.000 TL veräußert werden.

Fazit

In unserem Fall geht es hier nicht nur um eine Rendite. Eventuell könnte das Apartment auch selbst genutzt werden. Mein Kollege (Bauingenieur) empfiehlt diese Investition nicht.

Nach reiflicher Überlegung werden wir es wohl dennoch machen.

Türkei: Ein sicherer Ort für Investitionen

Nachdem die europäischen Märkte zuletzt stagniert hatten, konnte sich die türkische Wirtschaft in der ersten Hälfte des Jahres behaupten. Die direkten Investitionen in den türkischen Markt haben innerhalb der ersten sechs Monate eine Höhe von 6,76 Milliarden Dollar erreicht. Im Vergleich zum Vorjahr sind die ausländischen Direktinvestitionen damit um 28 Prozent gestiegen.

Den kompletten Artikel lesen Sie hier.

Rechnungsstellung in der Türkei – Ein Albtraum?

Wer hierzulande als Freelancer arbeitet, der stellt am Ende eines Projekts oder eines Monats eine Rechnung aus. Je nach Kunde wird diese innerhalb von 14 bis 60 Tagen beglichen. Wem die zwei Monate zu lang sind, hat die Möglichkeit, einen Factoring-Dienst in Anspruch zu nehmen.

Was ist Factoring?

Dabei wird die Rechnung quasi an eine Bank „verkauft“. Diese übernimmt diese mit einem Abschlag z.B. von 4% und kümmert sich anschließend um eventuelles Mahnverfahren etc. Der Freelancer muss nicht auf sein Geld warten und ist gleich liquide. Meist hat er nämlich selbst schon Verpflichtungen.

Projektabschluss in der Türkei

In der Türkei ist der Projektabschluss nicht unbedingt gleichbedeutend mit Rechnungsstellung. Dort muss man erst fragen, ob man die Rechnung stellen darf.

Wie? Ich habe ein Projekt abgeschlossen und muss um Erlaubnis fragen, ob ich dann meine Arbeit bezahlt bekommen kann? Ja genau. Mehr oder weniger läuft es so ab.

Ist das nicht ungerecht? Ja ist es. Aber du kannst als Freelancer, der auf Projekte angewiesen ist, nicht viel dagegen ausrichten. Der Auftraggeber will so lange wie möglich selbst liquide bleiben.

Aus der Praxis

Ein Beispiel soll das Businessverständnis in der Türkei verdeutlichen. Ein Freelancer erhält über einen Vermittler einen Job. Er führt ihn aus und stellt dem Auftraggeber gleich danach eine Rechnung. Dieser beschwert sich beim Vermittler darüber.

Der Freelancer hat keine andere Wahl als zu warten. Würde er auf seinem Recht pochen und eventuell ein Mahnverfahren starten, würde er sich damit nur selbst ins Fleisch schneiden. Denn die jeweiligen Sektoren in der Branche sind klein, man kennt sich. Schnell würde sich ein solches Vorgehen herumsprechen. Der Freelancer würde nicht mehr beauftragt werden.

Stattdessen fragt er die Monate nach Projektabschluss immer wieder einmal freundlich an, ob er denn seine Rechnung schicken darf. Das kann zwei Monate dauern, aber auch sechs. In dieser Zeit muss er schauen, wie er über die Runden kommt.

Gibt der Auftraggeber dann grünes Licht, erstellt er die Rechnung. Diese wird erfahrungsgemäß auch unmittelbar danach bezahlt.

Die Verhandlungsmacht

Viel kannst du an der Situation nicht ändern. Selbst größeren Firmen ergeht es ähnlich. Auch sie müssen z.T. sechs Monate auf eine Entlohnung ihrer Arbeit warten. Diese Situation ist natürlich ungerecht und auch unislamisch. Denn im Islam gilt: Gib‘ dem Arbeiter seinen Lohn, noch bevor sein Schweiß getrocknet ist.

Die Lösung ist zu wachsen, sich einen Namen in der Branche zu machen, um so die Macht bei den Verhandlungen innezuhaben. Bis dahin muss man aber als Freelancer erst einmal durchhalten.

Grubenunglück in der Türkei zeigt Notwendigkeit für unser Start-Up

Leider passieren in der Türkei immer wieder Grubenunglücke. Leider sind dabei Menschenleben im Spiel. Im jüngsten Unglück sind dabei über 200 Menschen gestorben. Vielleicht erhöht sich die Zahl noch.

Das Problem ist, dass Unternehmen sich ihrer Bedeutung für Menschenleben nicht bewusst sind oder sich aus Profitgier nicht an Bestimmung halten. Die Menschen dort sind auf das Geld angewiesen, so dass sich auch auf Lebensgefahr in diese Gruben begeben.

Seit diesem Jahr ist es nun Pflicht in der Türkei seine Mitarbeiter in puncto Arbeitssicherheit aufzuklären. Vorher war es offensichtlich auf freiwilliger Basis. So können Mitarbeiter zumindest selbst auf Gefahr hin reagieren. Vorher wussten sie es vielleicht gar nicht.

Dahingehend sorgt eventuell unser Start-Up im Bereich der Arbeitssicherheit einen richtig guten Mehrwert, damit solche Unglücke zumindest nicht aus Unwissenheit geschehen. Wünschenswert wäre es auf jeden Fall.

Den Familien der betroffenen Kumpel können wir nur unser Beileid ausprechen.