Archives for Start-Up

Zweiter Geldrückfluss aus Start-Up Investition

Heute gibt es erneut Positives von unserem Start-Up in der Türkei zu berichten. Das Unternehmen erwirtschaftet derzeit genügend Einnahmen, so dass es erneut eine Tilgung des zinslosen Darlehens an die Investoren tätigen konnte.

Vor 3-4 Wochen konnte ich bereits den ersten Geldrückfluss vermelden. Mit dem zweiten, heute ausgeschütteten Betrag, sind bereits 50% meiner Investition noch im selben Jahr zurückgezahlt. Eine beachtliche Leistung für ein Start-Up.

Sind auch die restlichen 50% zurückgezahlt, ist für uns Investoren der Break-Even erreicht. D.h. ab dann ist jeder Geldrückfluss als Rendite zu sehen. Wir halten schließlich 25% an dem Start-Up.

Laut Kalkulation sollten Ende diesen Jahres sogar 100% der Darlehensschuld zurückgezahlt werden. Ich hielt das für etwas unrealistisch und gab dem Team die doppelte Zeit. Wenn es so weitergeht, könnte das junge Unternehmen durchaus bis Mitte 2015 seine Schulden getilgt haben.

Erster Geldrückfluss nach Investition in türkisches Start-Up

Wie Ihr bereits wisst, haben wir in diesem Jahr in ein Start-Up in der Türkei investiert. Wer Interesse an den Details hat, kann diese hier nachlesen.

Nur kurz soviel: Wir haben insgesamt 200.000 TL investiert. Von diesem Geld sind bislang ca. 140.000 TL an das Unternehmen geflossen, an dem wir zudem zu 25% beteiligt sind.

Bisheriger Geldrückfluss

Vereinbart wurde, dass ein Teil der erwirtschafteten Umsätze zur Tilgung des zinslosen Darlehens an die Investoren wieder zurückfließen.

Der erste monetärer Rückfluss fand vor einigen Monaten statt. Bedient wurden hierbei drei der sechs Investoren. Insgesamt wurden 23.000 TL an die Privatinvestoren zurückgezahlt.

Somit konnte das Start-Up etwas über 11% seiner Schuld begleichen.

Aktueller Geldrückfluss

Vorgestern erhielt ich eine E-Mail, dass es eine weitere Auszahlung an die Investoren geben wird. Diesmal verständlicherweise an die verbleibenden drei Investoren.

Mein Anteil betrug dabei 5.000 TL. Wie viel die anderen beiden erhielten, ist mir unbekannt. Wenn wir davon ausgehen, dass es zu gleichen Anteilen ist, dann wurden bei dieser Tilgung 15.000 TL und damit insgesamt 38.000 TL zurückgezahlt.

Das sind 19% des Private-Equity-Darlehens und meines Erachtens nicht schlecht für ein so junges Vorhaben. Wir dürfen nicht vergessen, dass diese Gelder ausgezahlt werden, nachdem alle Ausgaben gedeckt sind.

Es gibt auch Hürden

Natürlich läuft nicht alles so, wie man sich das am Anfang erhofft hat. Gerade die kostengünstigere und oftmals qualitativ minderwertige Dienstleistung der Konkurrenz macht es dem Start-Up nicht gerade leicht, neue Kunden zu akquirieren.

Arbeitssicherheit wird halt „notwendiges Übel“ gesehen, für das möglichst wenig Geld ausgegeben werden sollte. Falls dann doch etwas passiert (wie z.B. die Minenunglücke in Soma oder Karaman), dann ist es der Staat schuld.

Der Staat kann leider nur kontrollieren, ob entsprechende Maßnahmen unternommen wurden. Sicherlich nicht, die Qualität eines jeden Auftrags prüfen, bei dem das Unternehmen aus Zertifizierungsgründen qualitativ hochwertige Arbeit zu geben versucht. Später werden dann mit Kampfpreisen Aufträge generiert, bei der dann an der Qualitätsschraube gedreht wird.

Fazit

Aber so ist halt in der Geschäftsfeld. Der Markt ist hart umkämpft oder wie man im Türkischen sagt: „Das Brot befindet sich im Maul des Löwen“.

Grubenunglück in der Türkei zeigt Notwendigkeit für unser Start-Up

Leider passieren in der Türkei immer wieder Grubenunglücke. Leider sind dabei Menschenleben im Spiel. Im jüngsten Unglück sind dabei über 200 Menschen gestorben. Vielleicht erhöht sich die Zahl noch.

Das Problem ist, dass Unternehmen sich ihrer Bedeutung für Menschenleben nicht bewusst sind oder sich aus Profitgier nicht an Bestimmung halten. Die Menschen dort sind auf das Geld angewiesen, so dass sich auch auf Lebensgefahr in diese Gruben begeben.

Seit diesem Jahr ist es nun Pflicht in der Türkei seine Mitarbeiter in puncto Arbeitssicherheit aufzuklären. Vorher war es offensichtlich auf freiwilliger Basis. So können Mitarbeiter zumindest selbst auf Gefahr hin reagieren. Vorher wussten sie es vielleicht gar nicht.

Dahingehend sorgt eventuell unser Start-Up im Bereich der Arbeitssicherheit einen richtig guten Mehrwert, damit solche Unglücke zumindest nicht aus Unwissenheit geschehen. Wünschenswert wäre es auf jeden Fall.

Den Familien der betroffenen Kumpel können wir nur unser Beileid ausprechen.