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Investieren in der Türkei

Turkish Startup ist eine Gruppe von jungen Menschen, die in der Türkei investieren und ihre Erfahrungen auf dieser Seite mit der Öffentlichkeit teilen. Wir investieren in Bauland, Immobilien, aber auch in Unternehmen.

Nichts ist so kraftvoll wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist

Viktor Hugo
Investition in Start-Up
Investition in Start-Up

Eines unserer Investments ist in ein türkisches Start-Up, das sich mit dem Thema Arbeitsschutz beschäftigt. Seit 2014 ist es Pflicht in der Türkei, seine Mitarbeiter entsprechend aufzuklären.

Investition in Baugrundstücke
Investition in Baugrundstücke

Aktuell haben wir in drei Baugrundstücke investiert. Alle drei befinden sich in Ankara und sollen gewinnend veräußert werden.

Investition in Immobilien
Investition in Immobilien

Aktuell investiere ich alleine in ein Apart in der Türkei, das Ende 2015 fertiggestellt und schlüsselfertig übergeben wird. Ob ich das Objekt vermiete oder verkaufe, sehen wir dann.

Ein neues Investment in der Türkei bahnt sich an

Immobilien werden noch immer als die sicherste Altersvorsorge und als sicherstes Investment gesehen. Daher bahnt sich ein neues Investment in der Türkei bei uns an.

Reformen auf dem Immobilienmarkt

In den letzten Jahren hat die Regierung der AKP das Programm „Kentsel dönüşüm“ ins Leben gerufen. Bei großen Erdbeben 1999 in der Marmara-Region sind viele Gebäude wie Kartenhäuser ineinandergefallen und für den Tod zehntausender Menschen gesorgt.

Die Analysen ergaben, dass die Stahlträger der Häuser korridiert waren. Sie konnten praktisch mit den Fingern verbogen werden  Kentsel dönüşüm bewirkt nun, dass instabile Gebäude abgerissen und neu – also erdbebensicher – errichtet werden.

Viele Menschen besitzen jedoch nicht das Geld, ein Mehrfamilienhaus abzureißen und neu zu bauen. Was sie tun ist, die Baugenehmigung einem Bauunternehmen zu übertragen. Dieser zieht dann dort ein komplettes Haus auf. Ein Teil gehört dann dem ehemaligen Eigentümer, ein Teil dem Bauunternehmen.

Der Immobilienmarkt in Uşak

Die Immobilie, die wir uns ausgeguckt haben, befindet sich in Uşak, einer mittelgroßen Stadt mit 188.000 Einwohnern zwischen Izmir und Ankara liegend.

Zu erklären ist es nicht, doch die Immobilienpreise in dieser Stadt sind in den letzten Jahren enorm gestiegen. Gut, die Stadt hat sich extrem weiterentwickelt. Neue Straßen, Brücken, neue Gebäude, eine Uni. Die Stadt besitzt eine recht gute Lage, eine Industrie und Landwirtschaft.

Im letzten Jahr bewegten sich die Preise für 2-3 Zimmerwohnungen bei ca. 200.000 TL, was für so eine Stadt schon recht viel ist. Zum Vergleich: Knapp 1,5 Jahren investierten wir in eine 4-Zimmer-Wohnung und bezahlten lediglich 125.000 TL. Und das in der Metropole Izmir.

Insbesondere möblierte Single-Wohnungen sind derzeit hoch im Rennen. Studenten oder junge Berufstätige packen ihre Koffer und ziehen gleich ein. Zu stressig ist das Beziehen einer leeren Wohnung für eine absehbare Zeit. Und natürlich auch kostspielig.

Die aktuelle Investition

Die Bauunternehmen bauen Häuser, um Apartments darin gleich zu veräußern. Am besten noch vor Baubeginn. So haben sie die entsprechenden liquiden Mittel.

Eines dieser Bauunternehmer ist ein entfernter Verwandter meiner Mutter. Ziemlich zentral will er bis Ende 2015 ein Mehrfamilienhaus errichtet haben.

In eines dieser Single-Apartments mit ca. 40 qm (2 Zimmer, Bad/WC) werden wir wohl investieren. Es befindet sich im ersten Stock und wird über eine Standgasleitung verfügen (durchaus nicht üblich in jeder Wohnung). Außerdem über eine KEinbauküche, Bodenbelag, einen kleinen Balkon.

Die Wohnung ist citynah und nach Süden und Westen offen. Außerdem soll es einen Aufzug in dem vierstöckigen Wohnkomplex geben. Als Kaufpreis sind normal 90.000 TL angesetzt. Als Verwandter hat man dann noch etwas Verhandlungsspielraum: 80.000 TL bzw. ca. 26.000 Euro.

Normal ist, dass man jetzt schon die volle Summe zahlt und nach Bauende seine Schlüssel übergeben bekommt. Hiernach kann man entscheiden, ob man selbst einzieht oder – nach Bauherrangaben – für 700 TL / Monat vermietet.

Dieser Mietzins erscheint mir ein wenig zu hoch für so ein kleines Apartment. Aber auch die 200.000 TL fand ich schon übertrieben. Mal sehen… Alternativ – so erneut der Bauherr – könnte die Wohnung auch gleich für 90-100.000 TL veräußert werden.

Fazit

In unserem Fall geht es hier nicht nur um eine Rendite. Eventuell könnte das Apartment auch selbst genutzt werden. Mein Kollege (Bauingenieur) empfiehlt diese Investition nicht.

Nach reiflicher Überlegung werden wir es wohl dennoch machen.

Stand bei unserem Start-Up in der Türkei

Newsletter

Fleißige Mitleser wissen, dass wir in diesem Jahr ca. 200.000 TL in ein Start-Up in der Türkei finanziert und uns 25% an jenem gesichert haben.

Am 3. Oktober traf ich unseren Investment-Koordinatior in der Türkei und befragte ihn persönlich über den Stand des Start-Ups.

Die Kalkulation

Den Kalkulationen unseres Investment-Koordinators zufolge sollte die Unternehmung schon nach sechs Monaten den Break-even erreichen. Break-even bedeutet, dass sich die Anfangsinvestition zurückzahlt und dass man ab diesem Zeitpunkt nur noch Gewinne macht.

Ich war da ein wenig skeptisch und meinte, dass es schon sehr gut wäre, wenn es nach zwölf Monaten der Fall wäre.

Laut unserem technischen Leiter, der entsprechende Niederlassungen in Aydin oder Istanbul bereits eröffnete und unser Mann vor Ort für die Schulungen im Bereich Arbeitssicherheit zuständig sein sollte, sogar mit Potenzial auf weniger als sechs Monate. Ich blieb weiterhin kritisch.

Status Quo

Aktuell wurden ca. 140.000 TL des insgesamt 200.000 TL Investments an das Start-Up ausgeschüttet. Neben Anlagevermögen wie PKW wurden damit vor allem die Kosten des Personals gedeckt.

Bisher konnte der Vertrieb einen, jedoch recht guten Kunden an Land ziehen. Dieser generiert im Monat um die 30.000 TL Umsatz. Die Kosten für den laufenden Betrieb sind dabei ca. die Hälfte. D.h. jeden Monat stehen 15.000 TL zur Tilgung des Investments, für’s Marketing etc. zur Verfügung. In der Theorie.

Rechnungsstellung in der Türkei

Das Problem in der Türkei ist, dann man nicht gleich seine Rechnung nach Abschluss der Arbeit stellen kann und der Zahlungsfluss nicht regelmäßig erfolgt.

Für Europäer ungewöhnlich, doch in der Türkei muss man erst den Kunden fragen, ob man die Rechnung nun stellen darf. Kein Witz! Freiberufler, Gründer etc. stellen keine Rechnungen gleich nach Projektabschluss aus. Es vergehen erst 1-2 Monate. Erst dann fragen sie erst einmal freundlich an. Nach Rechnungsstellung erfolgt die Zahlung jedoch recht zügig.

Das macht die Planung umso schwieriger und Zahlungsverschiebungen müssen kompensiert werden. Dies hat zur Folge, dass bislang nur 22.000 TL für die Tilgung des Investments genutzt werden konnten.

Kleine Krise

Die Situation, dass lediglich ein Kunde akquiriert werden konnte, sorgt natürlich für Unruhe. So hatte es sich keiner gewünscht. Doch Krisen gehören zum Leben eines Start-Ups dazu. Selbst wenn sie in der Türkei größer sind als anderswo.

So werden Stimmen von Seiten des technischen Leiters laut, die die Größe des Kundenstamms kritisieren und mit Ausstieg drohen. Das wäre natürlich eine Katastrophe für das Start-Up. Für uns Investoren wäre die Aufgabe des Start-Ups weniger schlimm, da wir uns z.B. mit dem Anlagevermögen zum größten Teil abgesichert haben.

Es wird natürlich in Verhandlungen versucht, die Krise aus der Welt zu schaffen. Mal sehen, wie es endet….

Türkei: Ein sicherer Ort für Investitionen

Nachdem die europäischen Märkte zuletzt stagniert hatten, konnte sich die türkische Wirtschaft in der ersten Hälfte des Jahres behaupten. Die direkten Investitionen in den türkischen Markt haben innerhalb der ersten sechs Monate eine Höhe von 6,76 Milliarden Dollar erreicht. Im Vergleich zum Vorjahr sind die ausländischen Direktinvestitionen damit um 28 Prozent gestiegen.

Den kompletten Artikel lesen Sie hier.

Rechnungsstellung in der Türkei – Ein Albtraum?

Wer hierzulande als Freelancer arbeitet, der stellt am Ende eines Projekts oder eines Monats eine Rechnung aus. Je nach Kunde wird diese innerhalb von 14 bis 60 Tagen beglichen. Wem die zwei Monate zu lang sind, hat die Möglichkeit, einen Factoring-Dienst in Anspruch zu nehmen.

Was ist Factoring?

Dabei wird die Rechnung quasi an eine Bank „verkauft“. Diese übernimmt diese mit einem Abschlag z.B. von 4% und kümmert sich anschließend um eventuelles Mahnverfahren etc. Der Freelancer muss nicht auf sein Geld warten und ist gleich liquide. Meist hat er nämlich selbst schon Verpflichtungen.

Projektabschluss in der Türkei

In der Türkei ist der Projektabschluss nicht unbedingt gleichbedeutend mit Rechnungsstellung. Dort muss man erst fragen, ob man die Rechnung stellen darf.

Wie? Ich habe ein Projekt abgeschlossen und muss um Erlaubnis fragen, ob ich dann meine Arbeit bezahlt bekommen kann? Ja genau. Mehr oder weniger läuft es so ab.

Ist das nicht ungerecht? Ja ist es. Aber du kannst als Freelancer, der auf Projekte angewiesen ist, nicht viel dagegen ausrichten. Der Auftraggeber will so lange wie möglich selbst liquide bleiben.

Aus der Praxis

Ein Beispiel soll das Businessverständnis in der Türkei verdeutlichen. Ein Freelancer erhält über einen Vermittler einen Job. Er führt ihn aus und stellt dem Auftraggeber gleich danach eine Rechnung. Dieser beschwert sich beim Vermittler darüber.

Der Freelancer hat keine andere Wahl als zu warten. Würde er auf seinem Recht pochen und eventuell ein Mahnverfahren starten, würde er sich damit nur selbst ins Fleisch schneiden. Denn die jeweiligen Sektoren in der Branche sind klein, man kennt sich. Schnell würde sich ein solches Vorgehen herumsprechen. Der Freelancer würde nicht mehr beauftragt werden.

Stattdessen fragt er die Monate nach Projektabschluss immer wieder einmal freundlich an, ob er denn seine Rechnung schicken darf. Das kann zwei Monate dauern, aber auch sechs. In dieser Zeit muss er schauen, wie er über die Runden kommt.

Gibt der Auftraggeber dann grünes Licht, erstellt er die Rechnung. Diese wird erfahrungsgemäß auch unmittelbar danach bezahlt.

Die Verhandlungsmacht

Viel kannst du an der Situation nicht ändern. Selbst größeren Firmen ergeht es ähnlich. Auch sie müssen z.T. sechs Monate auf eine Entlohnung ihrer Arbeit warten. Diese Situation ist natürlich ungerecht und auch unislamisch. Denn im Islam gilt: Gib‘ dem Arbeiter seinen Lohn, noch bevor sein Schweiß getrocknet ist.

Die Lösung ist zu wachsen, sich einen Namen in der Branche zu machen, um so die Macht bei den Verhandlungen innezuhaben. Bis dahin muss man aber als Freelancer erst einmal durchhalten.

Arbeitsrecht in der Türkei – Das ist anders

Wie in den vorherigen Beiträgen geschrieben, haben wir kürzlich in ein Start-Up in der Türkei investiert. Für mich absolutes Neuland. Ich weiß zwar grob, was die Unterschiede beispielsweise im Arbeitsrecht in der Türkei sind. Konkrete Informationen fehlten mir jedoch. Ein Kumpel hat mir nun einen Link zugeschickt.

Arbeitsverträge

So wie in der BRD auch, können Arbeitsverträge in der Türkei schriftlich oder mündlich abgeschlossen werden. Empfohlen wird – wie auch hierzulande – dies schriftlich zu tun, um bei Streitigkeiten einen Beweis zu haben.

Wenn man in der Türkei einen befristeten Arbeitsvertrag aufsetzen will, dann muss diese Befristung nur bei einem Arbeitsverhältnis von über einem Jahr schriftlich festgehalten werden. D.h. hat man eh vor nur jemanden für sechs Monate einstellen, muss dies nicht explizit im Vertrag erwähnt sein.

Probezeit

Die Probezeit in der Türkei ist eher arbeitnehmerfreundlich. So ist diese i.d.R. zwei, bei tariflichen Verträgen maximal vier Monate lang. In Deutschland sind es sechs Monate.

Arbeitszeit

Die maximale Arbeitszeit in der Türkei beträgt 45 Stunden in der Woche. Ich bezweifle jedoch, dass die meisten dies einhalten. Gesetzlich sind die Überstunden auf maxiamal 270 Stunden im Jahr gedeckelt. Aber wo kein Kläger, da kein Richter. Doch Obacht: Immer mehr Türken kennen ihre Rechte.

Wenn im Vertrag keine Vergütung der Überstunden geregelt ist, hat der Arbeitnehmer Anspruch auf Lohnzuschläge von 50%.

Kündigung

Das Ende von Arbeitsverhältnissen in der Türkei ist dem in Deutschland ähnlich:

  • ordentliche und außerordentliche Kündigung
  • Fristablauf bei befristeten Verträgen
  • Tod
  • einvernehmliche Aufhebung

Die Kündigungsfristen bei unbefristeten Verträgen lauten wie folgt:

  • 0 – 6 Monate: 2 Wochen
  • 6 – 1,5 Jahre: 4 Wochen
  • 1,5 Jahre – 3 Jahre: 6 Wochen
  • Ab 3 Jahre: 8 Wochen

Bei Nichteinhaltung kann Schadenersatz eingefordert werden.

Kündigungsschutz

Ab einem Beschäftigungsverhältnis von >6 Monaten genießen Arbeitnehmer einen besonderen Kündigungsschutz. Voraussetzung: Der Betrieb beschäftigt über 30 Mitarbeiter.

Abfindung

In der Türkei kennt man seine Rechte bei der Abfindung. Man könnte schon sagen, dass es eine Art Job-Hopping gibt. Ab einem Jahr Betriebszugehörigt steht einem die Abfindung zu, so dass es vorkommen kann, dass Leute weniger gut arbeiten und auf die Abfindung (derzeit 1.200 €) aus sind. Das hängt natürlich auch ein wenig von der Joblage ab.

Urlaub

Die Urlaubsregelung im türkischen Arbeitsrecht ist eher arbeitgeberfreundlich. Natürlich im Vergleich zu Deutschland, wo man vom Start ab schon mindestens 24 Werktage zugesprochen bekommt.

In der Türkei beginnt man gesetzlich mit 14 Werktagen, dann 20 (>5 Jahre Betriebszugehörigkeit), dann 26 (ab 15 Jahren).

Mindestlohn

Einen Mindestlohn gibt es in der Türkei schon länger. Da könnte sich Deutschland ein Beispiel nehmen. Dieser liegt im Juni 2014 bei etwas mehr als 1.000 TL brutto (390 e) und 850 TL (290 €) netto. Wie ich immer wieder schreibe, sind diese 850 TL eher wie 850 € hinsichtlich ihrer Kaufkraft zu betrachten.

Fazit

Summa summarum kann man sagen, dass das Arbeitsrecht in der Türkei eher gut für Arbeitgeber ist.

Quelle: Dr. Gökce Uzar, Rechtsanwälting

Rendite ist manchmal auch Zins – Das Beispiel bettervest

Ein Grund, warum wir unseren eigenen Immobilienfond aufgesetzt haben und nicht bestehende nutzen ist, dass diese oft auch an ein Zinssystem gebunden sind. Entweder indem die versprochenen Renditen eher Zinsen sind oder in Zeiten, in denen keine Investition erfolgt, das Geld gegen Zinesen angelegt werden.

Damit wollen wir eigentlich nichts zu tun haben. Wer richtig islamisch investieren will, der muss ein Risiko des Verlustes in Kauf nehmen. Vielleicht ist das bei dem einen oder anderen Fond gewährleistet. Aber es werden auch Sicherheiten zugestanden, wie das folgende Beispiel zeigt. Da werden zwar Renditen kommuniziert. Effektiv handelt es sich jedoch um Zinsen.

Bettervest – Investieren in energieeffiziente Sanierung

Ich bin heute auf das Portal bettervest gestoßen. Hier können Unternehmen ein Crowdfunding für energieeffiziente Projekte wie z.B. den Austausch der Beleuchtung starten. Investoren investieren nicht nur und erhalten dafür eine „Rendite“, sie tun auch etwas für die Umwelt.

Ein solches Projekt sieht beispielsweise wie folgt aus:

  • Rendite: 10%
  • Laufzeit: sechs Jahre
  • CO2-Ersparnis: 7,6 Tonnen
  • Finanzierung: 16.700 €

Klingt auf den ersten Blick sehr interessant. Um der Sache auf den Grund zu gehen, habe ich heute mit dem Geschäftsführer von bettervest telefoniert. Meine Fragen und Antworten.

Mein Gespräch mit dem Geschäftsführer

Frage: Wie läuft das genau mit der Investition ab?

Antwort: Sie bekommen jährlich einen Teil Ihrer Investition zurück plus die vertraglich geregelte Rendite aus den Ersparnissen.

F: Ist das nicht dann eher ein zinsgebundenes Darlehen?

A: Es ist ein Annuiätenmodell, aber wenn Sie so wollen ja.

F: Kann denn der Projektnehmer später sagen, dass Ersparnisse nicht zustande gekommen sind? D.h .gibt es ein Ausfallrisiko der Rendite?

A: Die Ersparnis-Kalkulation erfolgt nach einer Energieberatung. Der Projektnehmer sichert Ihnen die Rendite zu.

F: Wieso geht er dann nicht zur Hausbank? Da wären die Zinsrückzahlungen sicherlich geringer.

A: Ja, da haben Sie vermutlich Recht. Mit Crowdfunding hat man jedoch noch einen Marketingeffekt.

Für Projektnehmer unökonomisch

An dem Beispiel sieht man, dass Crowdfunding „gefragt“ ist. Offensichtlich sind Unternehmen, Sozialträger oder Vereine daran interessiert, gerade umweltförderliche Maßnahmen werbewirksam zu platzieren. Dabei könnten sie die Investments auch aus dem Cash Flow bezahlen. Wurde mir im Übrigen auch im obigen Gespräch bestätigt.

Wenn man eh kein Problem mit dem Zinssystem hat, dann lohnt sich auch eher der Gang zur Hausbank. Da ist die Rendite bzw. der Zins derzeit niedriger. Aus ökonomischer Betrachtungsweise ist diese Art der Projektfinanzierung daher m.E. unsinnig.

Wundert Euch nicht, wenn wir bald bauen

So lautete der abschließende Satz eines Mails unseres Fondmanagers:

Wundert Euch nicht, wenn wir demnächst anfangen, zu bauen.

Hintergrund ist, dass sich unser Fond mittlerweile auf eine Gesamtsumme von fast eine halbe Million Türkische Lira angehäuft hat. Damit kann man in der Türkei schon ein Mehrfamilienhaus bauen.

Unsere Vision bassiert auf zwei Säulen derzeit:

  1. Kaufen-Verkaufen und
  2. Bauen-Verkaufen

Gekauft und verkauft habne wir bisher schon. Gebaut noch nicht. Eventuell könnte es gegen Ende des Jahres soweit sein.

Eine Ausnahme von diesen zwei Säulen stellt die Investition in das Start-Up dar, von dem wir uns gute Erträge erhoffen. Dass wir bereits einen ersten Großkunden haben, hatte ich samt Einnahmen im letzten Newsletter kommuniziert.

Ich bin gespannt…

Die 8.000 TL Grenze in der Türkei bei Käufen

Wer in Deutschland einen Kaufvertrag mit einer höheren Kaufsumme abschließt, der muss m.E. nicht nachweisen, dass der Betrag letztendlich auch per Überweisung geflossen ist. Wenn ich mich irre, ibtte ich um einen Hinweis in den Kommentaren unten. Entscheidend ist, was im Kaufvertrag bezüglich der Geldübergabe steht.

Theoretisch könnte die Summe also auch bar übergeben werden, auch wenn dies steuertechnisch sicherlich nicht ratsam wäre.

In der Türkei ist das ein wenig anders. Dort muss ein Kaufbetrag über 8.000 TL unbedingt per Banküberweisung erfolgen. Sonst gilt er nicht als überwiesen. Folglich bleibt das übertragene Gut auch im Besitz des Verkäufers.

Ich habe dies im Rahmen unseres Investments in das Startup OSGB erfahren. Unser Fondmanager hatte mir nämlich den Kauf- oder Übertragungsvertrag der beiden angeschaften PKW vorgelegt. Demnach hatten wir die PKW an das Startup „verkauft“.

Ich fragte, ob es nicht sinnvoller gewesen wäre, die Fahrzeuge zur Garantie bei uns belassen hätten und den Gründern lediglich ein Nutzungsrecht eingeräumt hätten. Schließlich gab es einen Kaufvertrag, und diese konnten – wenn es hart auf hart gekommen wäre – behaupten, sie hätten die Kaufsumme bar entrichtet.

Unser Fondmanager widersprach dem aus folgenden zwei Gründen:

  1. Um jene Vermutung meinerseits geltend machen zu können, wären die Gründer in der Pflicht zu beweisen, dass das Geld per Banküberweisung geflossen ist. Denn ab 8.000 TL müssen Beträge über eine Bank transferiert werden. Da hierfür keinerlei Belege existieren, sei dies nicht möglich.
  2. Wären die Fahrzeuge auf uns zugelassen, könnte das Startup laufende Betriebskosten der Fahrzeuge nicht selbst absetzen. Zudem könnten sie immer wieder bei bei Reparaturen und Wartungen darauf pochen, dass wir als Eigentümer für diese zuständig wären.

So müssen die Gründer für Kraftstoff, Wartung und Reparaturen aufkommen und dementsprechend haushalten. Man könnte es praktisch als „Eigentumsvorbehalt“ bezeichnen, wobei wir die Eigentümer und die Gründer die Besitzer der Fahrzeuge sind.

Grubenunglück in der Türkei zeigt Notwendigkeit für unser Start-Up

Leider passieren in der Türkei immer wieder Grubenunglücke. Leider sind dabei Menschenleben im Spiel. Im jüngsten Unglück sind dabei über 200 Menschen gestorben. Vielleicht erhöht sich die Zahl noch.

Das Problem ist, dass Unternehmen sich ihrer Bedeutung für Menschenleben nicht bewusst sind oder sich aus Profitgier nicht an Bestimmung halten. Die Menschen dort sind auf das Geld angewiesen, so dass sich auch auf Lebensgefahr in diese Gruben begeben.

Seit diesem Jahr ist es nun Pflicht in der Türkei seine Mitarbeiter in puncto Arbeitssicherheit aufzuklären. Vorher war es offensichtlich auf freiwilliger Basis. So können Mitarbeiter zumindest selbst auf Gefahr hin reagieren. Vorher wussten sie es vielleicht gar nicht.

Dahingehend sorgt eventuell unser Start-Up im Bereich der Arbeitssicherheit einen richtig guten Mehrwert, damit solche Unglücke zumindest nicht aus Unwissenheit geschehen. Wünschenswert wäre es auf jeden Fall.

Den Familien der betroffenen Kumpel können wir nur unser Beileid ausprechen.

Bewerbungsfrist für etohum 2011 gestartet

etohum ist ein Inkubator für türkische Internet Startups.  Nach dem erfolgreichen letzten Jahr,  startet etohum die neue Bewerbungsfrist.

Es können sich Gründer / Gründungsinteressierte bei etohum  noch bis zum 31.10.2010 bewerben.  Unter den Bewerbungen wird dann die Jury von etohum die 15 Startups am 29.1.2011 bekannt geben, welche unterstützt werden.

Hier könnt ihr die 15 Startups vom letzten Mal sehen, welche durch etohum ausgewählt wurden.