Für (Deutsch-)Türken ist Deutschland ein Auswanderungsland

Dieser Artikel ist ein Auszug aus einem Artikel aus der DTZ, verfasst von Yasin Baş.

Die Zahl der Türken und türkischstämmigen Deutschen, die in die Türkei gehen ist im Vergleich zu denen, die aus der Türkei nach Deutschland kommen, weitaus höher.

Deutsch-Türkischer Braindrain

Es sind hauptsächlich qualifizierte Bildungsinländer mit türkisch-muslimischen Wurzeln, die auswandern. 2013 verließen 27 896 (2011: 33 000; 2010: 36 000) Menschen mit türkischem Pass, in der Regel Hochschulabsolventen Deutschland. Im gleichen Zeitraum wanderten dagegen 23 230 (2011: 31 000; 2010: 30 000) Türken nach Deutschland ein. Dieser Trend setzt sich schon seit 2006 ungebrochen fort. Ob sich eine Exportnation so einen Talentschwund im „Wettbewerb der Köpfe“ langfristig leisten kann, bleibt abzuwarten. Nicht wenige Auswanderer geben als Grund ihres Fortzugs die Morde des so genannten „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU), Diskriminierung im Alltag, bei der Job- und Wohnungssuche, an.

Für Deutsch-Türken ist Deutschland zum Auswanderungsland geworden

Die Zahlen zeigen, dass Deutschland zumindest für türkischstämmige Akademiker ein Auswanderungsland – Wissenschaftler gebrauchen daher schon seit einiger Zeit den Terminus „Postmigrationsland“ – geworden ist.

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